Aktuelles

Projekt ASP

Sommerferien 2015

Rückblicke

 

Unser Projekt Abenteuerspielplatz

 

 

1. Der Verein

Die Idee eines Abenteuerspielplatzes entstand auf der Zukunftswerkstatt im Sommer 2002. Aus der Arbeitsgruppe "Abenteuerspielplatz / Jugendtreffs" entwickelte sich der Verein
"Abenteuerspielplatz Monheim am Rhein e.V.".
die Gründungsversammlung des Vereins fand im März 2003 statt. Der Verein ist seit September 2003 als gemeinnützig anerkannt. Gemäß Satzung fördert der Verein den Betrieb eines Abenteuerspielplatzes in Monheim am Rhein und strebt die Trägerschaft an. Darüber hinaus setzt er sich für kindgerechte Spielmöglichkeiten ein.

Im April 2005 wurden wir als Träger der freien Jugendhilfe anerkannt.
Ebenfalls seit dem Jahr 2005 sind wir Mitglied im ABA-Fachverband freie Arbeit mit Kindern und Jugendlichen.
Wir sind Anschlussverband im Kinder- und Jugendring der Stadt Monheim am Rhein.

Seit dem Jahr 2005 bietet der Verein Ferienfreizeiten in den Sommerferien an. Im Jahr 2006 ging erstmals ein offener Betrieb in Form einer 9-wöchigen Probephase an den Start: Anmeldung und Bezahlung sind nicht erforderlich, jedes Kind hat freien Zugang zu unseren Angeboten. Selbstverständlich können auch gerne Kinder mit Handicap von unseren Angeboten profitieren, sofern das unseren Möglichkeiten entspricht.
In den Jahren 2005 und 2006 konnte der Schulhof der ehemaligen Wilhelm Busch Grundschule genutzt werden. Wegen massiver Lärmbeschwerden musste ein neuer Standort gesucht werden.
Am Rheinspielplatz fand der Abenteuerspielplatz ab dem Jahr 2006 eine neue, allerdings sehr provisorische Heimat: Aufenthalts- und Lagerräumlichkeiten sind nicht vorhanden. Eine Toilettenbenutzung ist nur mit wohlwollender Duldung der benachbarten Vereine möglich, gleiches gilt für die Küchennutzung.
Trotz dieser schwierigen Rahmenbedingungen ist es uns in den Jahren 2007-2009 gelungen, Ferienfreizeiten und einen offenen Sommerbetrieb zwischen den Oster- und Herbstferien durchzuführen. Unser Angebot wurde ab dem Jahr 2008 nochmals erweitert durch eine Kooperation mit den Monheimer Schulen und Kindertagesstätten: Ausflüge und Kreativangebote sind auch außerhalb der Öffnungszeiten bei vorheriger Anmeldung möglich.
Ab dem Jahr 2010 planen wir - zunächst probeweise - eine Öffnung auch an Samstagen.
Sehr gute Erfahrungen haben wir durch unsere Kooperation mit den Monheimer Seniorinnen und Senioren gemacht. Alt und Jung passen hervorragend zueinander. Ohne die Hilfe der Senioren-Union wären die Ferienfreizeiten kaum durchführbar.

 

 

2. Vergangenheit und Zukunft

Leider war der bisherige Weg, den wir gegangen sind, nicht immer völlig frei von Hindernissen, sondern eher steinig und bisweilen recht anstrengend.
"Der Weg ist das Ziel" heißt für uns: Wir immer bereit und dazu in der Lage weiterzumachen, auch wenn keineswegs klar ist, dass wir unser Ziel jemals erreichen werden. Allerdings haben sich von Jahr zu Jahr neue Hindernisse aufgetürmt! Allein die Organisation der sanitären Anlagen hat uns bisweilen an den Rand der Verzweiflung gebracht.
Unser eigentliches Ziel war und ist: Ein fester Standort mit Räumlichkeiten, die einen ganzjährigen Betrieb unabhängig von den Witterungsbedingungen ermöglichen. Kein arbeits- und kostenintensiver Abriss im Herbst und Neustart im Frühjahr!
Selbstverständlich streben wir im Rahmen des festen Standortes eine behindertengerechte Einrichtung an! Schon jetzt stehen unsere Angebote auch Kindern mit Handicap offen, leider sind wir aktuell noch nicht dazu in der Lage, alle Anforderungen zu berücksichtigen.
Viele Aktivitäten, die einen Abenteuerspielplatz auszeichnen, sind am jetzigen provisorischen Standort Rheinspielplatz nicht oder nur sehr eingeschränkt möglich: Eine offene Feuerstelle, Tierhaltung / Streichelzoo, ein Biogarten, ein Matsch-/Wasserspielplatz, abenteuerliche Klettergeräte wie z.B. eine Seillandschaft.
Das alles und noch vieles mehr sollte an einem festen Standort möglich sein.
Dabei sind - wie bei allen unseren Aktionen - die Kinder unsere ExpertInnen.
Wenn die Kinder Ziele formulieren und Ideen einbringen, wie diese realisiert werden können, helfen wir mit, diese in die Tat umzusetzen.
Über Jahre hinweg haben wir mit Priorität einen festen Standort im oder am Rande des Berliner Viertels angestrebt. Unsere Erfahrungen am Standort der ehemaligen Wilhelm Busch Grundschule haben gezeigt, dass unsere Angebote von Kindern aus dem "Viertel" besonders stark nachgefragt werden. Die direkte Nachbarschaft zum Musikantenviertel hatte zudem den Vorteil, dass eine gelungene soziale Mischung zustande kam. Die Akzeptanz der Kinder untereinander war erstklassig! Das Ziel, gemeinsam etwas zu schaffen, stand absolut im Vordergrund und hatte ein großes Zusammengehörigkeitsgefühl zur Folge. Leider ist der Standort Wilhelm Busch Grundschule nicht realisierbar, und auch vom Standort Pfingsterfeld (südlich Mona Mare) mussten wir uns verabschieden. Mittel aus dem Förderprogramm "soziale Stadt" stehen nicht mehr zur Verfügung. Allein die Notwendigkeit, hier eine 4 m hohe Lärmschutzwand zu errichten, wirft hohe finanzielle Hürden auf. "Einfach mal anfangen und dann gucken, wie es weitergeht" dieses von anderen Abenteuerspielplätzen propagierte und oftmals erfolgreiche Motto kommt hier leider nicht zum Zuge.
Im Rahmen der Planungen zum Monheimer Rheinbogen ist ein neuer Standort für den Abenteuerspielplatz in die Diskussion gekommen. Hier könnten Fördermittel aus dem Programm "aktive Stadt" zum Einsatz kommen.

 

3. Ein neues Standort- und Kooperationskonzept

die Stadtverwaltung Monheim am Rhein hat im Rahmen der Planungen zum Rheinbogen einen Standort für eine Indoorhalle in die Diskussion gebracht.
Der ursprünglich geplante Standort an der Lindenallee ist nicht realisierbar, der Reisportverein ist jedoch bereit, ein Grundstück hinter dem Schützenhaus zur Verfügung zu stellen, das aus unserer Sicht ideal gelegen wäre, um hier ein nicht kommerzielles Kinderspielhaus  zu errichten. Dieses Grundstück grenzt direkt an den Rheinpark / Rheinspielplatz, es besteht die Möglichkeit,  eine Anbindung an den schon vorhandenen Spielplatz herzustellen und eine wechselseitige Aufwertung der Nutzungen zu ermöglichen.
Der Verein Abenteuerspielplatz sieht hier eine große Chance, etwas wirklich neues zu schaffen, das vielen Kindern und Jugendlichen zugute kommt:
Ein Kinder-Spielhaus mit abenteuerlich gestaltetem Außengelände und unterschiedlichen Gruppenräumen, Multifunktionsräumen, Werkstätten, welche nicht nur vom Verein Abenteuerspielplatz, sondern auch von anderen Vereinen / Verbänden gemeinsam genutzt werden kann. Für die zukünftige Hauptstadt des Kindes ein wichtiger Baustein!
Viele Akteuere, die sich im Bereich der Kinder- und Jugendarbeit engagieren, sind zur Zeit ohne feste oder ohne wirklich sinnvoll nutzbare Bleibe, oftmals fehlen die Lagermöglichkeiten und das Außengelände, das unverzichtbar ist gerade für Vereine, die den Kindern vielfältige Natur-Erfahrungen vermitteln möchten wie z.B. die Pfadfinder.
Die Angebote dieser Räumlichkeit / dieser Fläche sollte nicht auf die Nutzergruppe der Kinder im Grundschulalter begrenzt bleiben, wir setzen uns auch für Angebote ein, die für Jugendliche attraktiv sind: Skateranlage, Bolzplatz, Möglichkeit zum Lagern / Zelten usw. wären in Ergänzung wünschenswert. Die  Erfahrung hat gezeigt, dass uns viele Kinder über Jahre hinweg die Treue halten, obwohl sie den Kinderschuhen schon entwachsen sind. Wir sind auch dieser Altersgruppe (weiterhin) verbunden und würden sie gerne auch weiter einbinden.
Die gute Kooperation mit den Seniorinnen und Senioren soll natürlich auch an diesem Standort weitergeführt werden. Hier müssen entsprechende Gespräche, so z.B. mit dem Seniorenbüro und dem Seniorinnen- und Seniorenbeirat geführt werden, damit entsprechende Wünsche / Anregungen berücksichtigt werden können. Es spricht aus unserer Sicht überhaupt nichts dagegen, wenn ein Kinderspielhaus gleichzeitig auch Treffpunkt sein kann für Menschen, die schon etwas länger auf der Welt sind. Eine gegenseitige Ergänzung und Bereicherung der Angebote wäre ideal!

 

 

Zum Abschluss: Kleine Historie

 

  1. Arbeitsgruppe “Abenteuerspielplatz“ Zukunftswerkstatt  in 2002
  2. Vereinsgründung und Gemeinnützigkeit in 2003
  3. Anerkannter Träger der freien Jugendhilfe  in 2005
  4. Mitglied ABA Fachverband 2005
  5. Anschlussverband im Kinder- und Jugendring der Stadt Monheim am Rhein
  6. Erste Ferienfreizeit „Ritter“ im Sommer  2005
  7. 9 –Wochen Probebetrieb in 2006
  8. Ferienfreizeit  „Orient“ im Sommer 2006
  9. LOS-Projekt "Messebau" für Jugendliche zur Berufsorientierung 2007
  10. Projekt "Kunst und Natur" in Anbindung an das Haus der Jugend
  11. Erster Offener Sommer-Betrieb in 2007
  12. Ferienfreizeit „Natur pur“ im Sommer 2007
  13. Sommerbetrieb 2008  und Kooperation mit den Monheimer
     Schulen und Kitas
  14. Ferienfreizeit, Sommerbetrieb und
    Kooperationsprojekte auch im Jahr 2009

 

 
 

 

   © 2005 Abenteuerspielplatz Monheim am Rhein e. V.    Impressum und rechtliche Hinweise